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Liebes Jacky-Tagebuch

Veröffentlicht am 13.08.2015

An die Perseiden

Liebe Perseiden,

an dieser Stelle: Danke! Für die letzte Nacht. Mal ehrlich. Wenn man vorher so sehr die Werbetrommel rührt und so sehr einen auf dicke Hose macht, DANN MUSS MAN AUCH LIEFERN!

Sah bestimmt witzig aus, so von da oben. Die ganzen Deppen die in den Himmel starren. Normalerweise sperrt man Menschen mit diesen Symptomen erst einmal ein um ihnen zu helfen.

Ich lag also mit meinem Happy Meal, mit weit aufgerissenen Augen, auf meinem Balkon und hab auf eure animierten Sterne gewartet. Und kommt mir jetzt nicht mit Wolken. Da war nix. Ausser den 12 Flugzeugen.Wat bitte ist denn da Nachts für ein Betrieb?

Gegen 0 Uhr war dann scheinbar Jacky-Buffet-Eröffnung, denn ab da gab es einen regen Insektenandrang an meinem Körper. Natürlich stand da eine zehntausend-Watt-Straßenlaterne nebenan, aber das mein funzeliges Handylicht die alle anzieht, verstehe ich natürlich. Mittlerweile war der Feuchtigkeitsgehalt meiner Augen drastisch reduziert, vom Starren. Aber ich war mir sicher, wenn ich nur eine Sekunde verpasse, wird das der Moment sein, an dem sie in Hunderten vom Himmel fallen. Also habe ich durchgehalten. Ich war in so einer ROMANTISCHEN Stimmung, dass ich kurz davor war, mein Diddl-Briefpapier rauszuholen und überall Fick Dich drauf zu schreiben.

Um drei Uhr bin ich ins Bett. Fazit: Über Solingen scheint es eine Meteoriten-Firewall zu geben. 18 Mückenstiche und eine Bindehautentzündung später weiß ich jetzt: Dinge mit nem tollen Namen und großem Hype, hatten vermutlich einfach ne echt gute Werbeagentur. Wenn ich also das nächste Mal fliegende Steine sehen will, gehe ich zu einem Fußballspiel.

 

Herzlichst

Jacky Daniels